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Kontinenzversorgung · Spina bifida
Adipositas bei Spina-bifida-Patienten

Adipositas (Übergewicht) ist ein häufiges Symptom bei Patientinnen und Patienten mit Spina bifida, mit einer Häufigkeit, die altersabhängig zunimmt. Ansätze des Übergewichts finden sich bereits bei Krabblern und Kleinkindern mit exzessiver Gewichtszunahme.

Wie komplex die Situation ist, zeigt sich daran, dass sowohl der Lifestyle (Fernsehzeit korreliert mit Adipositas) als auch genetische Faktoren eine Rolle spielen, so wird das Gewicht des Kindes stärker vom Gewicht der biologischen Mutter als vom Vater bestimmt (Klesges 1993).

Dabei ist das Übergewicht nicht nur ein ästhetisches, sondern auch ein ernsthaftes medizinisches Problem: Durch die oft geringe Körpergröße der Spina-bifida-Patienten ist die Adipositas besser sichtbar, bei thorakaler Lähmung verstärkt durch den kurzen Thorax (evtl. auch eine zusätzliche Skoliose) mit der Gefahr von Atemnot. Adipositas geht oft mit Bluthochdruck einher, die Kombination aus Übergewicht und erheblichen, schwer zu therapierenden Lymphödemen der Beine besteht häufig. Körperpflege und Katheterisieren werden oft erheblich erschwert, wobei das infolge der Querschnittlähmung gestörte Körpergefühl noch verstärkend hinzukommt. Die Adipositas beeinflusst die Gehfähigkeit v. a. bei hochlumbalen Läsionen negativ.

So können Sie die Adipositas therapieren

Diagnostik der Adipositas

Als normalgewichtig gilt eine Person mit einem BMI zwischen 18,5 und 25 kg/qm (altersabhängig), bei Werten über 25 kg/qm spricht man von Übergewicht, Werte über 30 kg/qm signalisieren eine behandlungsbedürftige Adipositas.