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Weitere Informationen zum Thema Spina bifida, finden Sie unter folgenden Links:

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Kontinenzversorgung · Spina bifida
Hilfsmittelversorgung

Alle grundsätzlichen Probleme bei der Querschnittlähmung von Spina-bifida-Patienten sind mit Hilfsmitteln korrigierbar.

Nicht nur die Lähmungshöhe bestimmt die Mobilität von Spina-bifida-Patienten, sondern auch:

  • Hydrozephalus (Intelligenz, Antrieb, u. U. Sehstörungen)
  • Arnold-Chiari-Malformation (Handmotorik, Atmen)
  • Assoziierte Hirnfehlbildungen (Teilleistungsstörungen, u. U. Krampfanfälle)
  • Tethered cord
  • Orthopädische Probleme (Skoliose, Hüftluxation, Fuß- und Kniefehlstellungen)
  • Kleinwuchs, Adipositas
  • Alter


Insofern ist es schwierig, für Spina-bifida-Patienten generelle Leitlinien zur Hilfsmittelversorgung zu erstellen: Nahezu alle Versorgungen müssen individuell mit dem Orthopädietechniker und den Eltern besprochen werden, um das technisch machbare, medizinisch notwendige und den Bedürfnissen des Patienten in seiner Umgebung angepasste Konzept zu entwickeln und letztendlich umzusetzen. Dabei müssen alle Hilfsmittel von den Krankenkassen genehmigt werden, bevor sie angefertigt und ausgeliefert werden.

Normale Entwicklung

Normale Entwicklung

Entwicklung bei Myelomeningozele

Entwicklung bei Myelomeningozele

Es ergibt sich also folgender aufwändiger Weg

Die Frage, warum heute im Gegensatz zu vergangenen Jahrzehnten so früh mobilisiert wird, lässt sich mit mehreren Argumenten beantworten:

  • frühe sensorische Stimulation
  • Ausnutzung sensibler Phasen für Entwicklungsschritte
  • frühe Entwicklung des Raumsinnes und der Abfolge von Bewegungen
  • Bewegungsprogramme werden durch Raumgedächtnis trainiert
  • Grobmotorik geht der Feinmotorik voraus


Dabei werden unterschiedliche Hilfsmittel für verschiedene Formen der Mobilität benötigt:

  • Rollstuhl für weite Strecken, auch für den „Geher“
  • Stehapparat, auch für den Rollstuhlpflichtigen, zur Vermeidung von Osteopenie und (Lymph-)Ödemen, Kreislaufstabilisierung, Verbesserung der Stuhlentleerung
  • Orthesen als Trainingsinstrumente


Rollstühle sollten je nach den Bedürfnissen des Patienten unterschiedlich gestaltet sein:

  • unterschiedlich je nach Gelände, Fahrstrecke und Kraftverhältnissen
  • beeinflusst von Sehvermögen, Handmotorik (abhängig von Hydrozephalus und Arnold-Chiari-Malformation)
  • unterschiedliche sportliche Aktivität