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Die Spina bifida bedeutet einen fehlenden Verschluss des Wirbelbogens über unterschiedlich viele Wirbelkörper. Ursache hierfür ist, dass in den ersten Wochen der Schwangerschaft die Bildung eines Neuralrohrs aus der Neuralrinne nicht erfolgt, was zu einer schweren Anlagestörung des Rückenmarks führt.
Unterschiedliche Schweregrade der Spina bifida kommen vor, von einer Spina bidfida occulta, über die Meningozele (beide ohne neurologische Ausfälle), wo nur Hirnhaut, aber kein Nervengewebe in den offenen Wirbelbogen vorgefallen ist, bis zur Meningomyelozele mit Ausfällen einer Querschnittlähmung mindestens ab der Höhe der Spina bifida.
Bei der angeborenen Querschnittlähmung infolge des "offenen Rückens" (Spina bifida) treten noch eine Reihe von zusätzlichen Problemen auf wie Hydrozephalus, Hüftdysplasien, Blasen-Mastdarm Störung, Extremitätenparesen oder Fußdeformitäten.
Die Therapie der Meningomyelozele muss innerhalb kurzer Zeit nach der Geburt durch eine operative Abdeckung der offen liegenden Rückenmarksanteile erfolgen, um schwere Infektionen (Meningitiden) zu vermeiden und das Rückenmark mechanisch zu schützen. An der Stelle dieser ersten Operation kann es durch Narbenbildung zum Anheften des Rückenmarks kommen (sogenanntes Tethered Cord, s. u.), was später unter Umständen operativ wieder gelöst werden muss.

Nahezu 90 % der Patienten mit Meningomyelozelen zeigen Symptome einer Störung der Speicher- oder Entleerungsfunktion der Harnblase, die als neurogene Blasenstörunmg bezeichnet werden, da die blasenversorgenden Nerven und Leitungsbahnen durch die Meningomyelozele unterbrochen oder beeinträchtigt sind. Dabei werden mehrere Typen unterschieden, je nachdem, wie die beiden Muskeln der Blase, nämlich der Ausdrückermuskel (Detrusor) und der Schließmuskel (Sphinkter), betroffen sind. Beide Muskeln sind entweder zu wenig oder zu stark aktiv, damit ergibt sich folgende Kombination von Möglichkeiten. Eine Zuordnung der einzelnen Typen zur Lähmungshöhe, wie es früher oft versucht wurde, ist nicht zulässig. Die Diagnostik erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese, klinischer Untersuchung, urodynamischer Druckmessung und Röntgen- bzw. Ultraschalluntersuchung.
Übersicht über die vier Typen und ihre Merkmale
Als Symptome der neurogenen Blasenentleerungsstörung treten auf:
Die Behandlung der neurogenen Blasenentleerungsstörung hat mehrere Ziele:
Konservativ
Operativ