In Deutschland gibt es einige Selbsthilfegruppen in denen sich Ärzte, Therapeuten, Betroffene und deren Angehörige zusammenfinden, um gemeinsam für die Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten einzutreten und sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen. Auch Verbände stellen wichtige Informations- und Austauschpartner dar. Wir haben eine kleine Auswahl an Selbsthilfegruppen und Verbänden zusammengestellt:
Chronische Wunden Selbsthilfe e.V. (CWS) – Als erste Selbsthilfeorganisation für Betroffene mit chronischen Wunden hat die "Chronische Wunden Selbsthilfe e.V." (CWS) im August 2007 ihre Arbeit aufgenommen. Hauptziel des Vereins ist es, Patienten und deren soziales Umfeld über diese Erkrankung aufzuklären und Ihnen Hilfestellung im täglichen Umgang damit zu geben.
DGfW – Die Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. (DGfW e.V.) wurde 1994 als interdisziplinäre wissenschaftliche Fachgesellschaft in Wiesbaden gegründet. Ziel der Gründer war es, eine Organisation zu schaffen, welche den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis zur verbesserten Behandlung akuter und chronischer Wunden unterstützt.
ICW – Die Initiative Chronische Wunden wurde 1995 von Ärzten, Pflegenden, Mitarbeitern der Kostenträger und anderen Engagierten ins Leben gerufen, um die Prophylaxe und Therapie von Menschen mit chronischen Wunden zu verbessern. Insbesondere will die Initiative Chronische Wunden praxisnah und überall eine optimale Versorgung erreichen. Am 22. Juli 2002 fand die Gründungsversammlung der Initiative Chronische Wunden als eingetragener Verein in Göttingen statt.
DVET e.V. – Ist ein Berufsverband für Pflegende (Krankenschwestern/ -pfleger, Kinderkrankenschwestern/ -pfleger, Altenpflegerinnen/ -pfleger) mit Weiterbildung Stoma, Inkontinenz, Wundversorgung und Ernährungsfragen. Diese Pflegeexperten beschäftigen sich mit der körperlichen, seelischen und gesellschaftlichen Rehabilitation von Menschen mit einer künstlichen Stuhl- und Harnableitung mit Inkontinenz, speziellen Wundversorgungsproblemen und Ernährungsfragen.
ECET - Deutschland e.V. – Der ECET Deutschland e.V. wurde 2003 in München gegründet. Er ist eine Vereinigung klinischer und ambulanter Pflegefachkräfte für Stomatherapie und spezielle Pflege bei Kontinenzstörungen und Wunden. Seine Zielsetzung ist, eine Qualitätsnivellierung und -sicherung auf hohem Niveau zu erreichen und effektive Kommunikationssysteme innerhalb des multiprofessionellen Teams zu schaffen.
Deutsche Dekubitus Liga e.V. – Um den Informationsfluss aus und nach Deutschland zu verbessern, entstand die Idee, ein deutsches Netzwerk zu bilden, das mit einer ähnlichen Konstellation wie die EPUAP (European Pressure Ulcer Advisory Panel) regelmäßig die nationalen Aktivitäten darstellt und Grundsatzstellungnahmen zu Fragestellungen rund um den Dekubitus erarbeitet. In diesem Netzwerk können alle mitarbeiten, die den Erkenntnisgewinn in diesem Bereich vorantreiben wollen und dabei keine kommerziellen Interessen verfolgen.
Die Deutsche Dekubitusliga entstand aus dem Bewusstsein heraus, dass die etablierten Vereine und Verbände, die sich auch dem Thema Dekubitus widmen, noch nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht haben, Ingenieurwissen, Pflegewissen und Medizin zusammenzuführen. Daraus resultiert, dass die Mitglieder der Deutschen Dekubitusliga ein interdisziplinäres Forum bilden, das sich aus Experten der Pflegewissenschaft, Ingenieurwissenschaften und Medizin in Zusammenarbeit mit Kostenträgern, Herstellern und Vertreibern von Hilfsmittel gegen Dekubitus zusammensetzt.