Veröffentlichungsdatum: 17. September 2026
Experten bei Inkontinenz
Inkontinenz ist die unwillkürliche Abgabe von Urin oder Stuhl. Harn- oder Stuhlinkontinenz hat verschiedene Ursachen und kann in jedem Lebensalter auftreten. Dank vielfältiger Therapie- und Versorgungsmöglichkeiten ist es Ihnen heutzutage aber möglich, Ihren Alltag ganz nach Ihren Wünschen zu gestalten und Ihre Lebensqualität wiederzugewinnen. Bei PubliCare stehen Ihnen Fachkräfte und Spezialisten in der Kontinenzversorgung mit jahrelanger Erfahrung zur Seite, als Versorger und Unterstützer im Alltag.
Ihr persönlicher Ansprechpartner von PubliCare ist in den modernsten Möglichkeiten der Versorgung von Harn- und Stuhlinkontinenz fortgebildet. Er zeigt Ihnen, Ihrer Pflegekraft oder Ihren pflegenden Angehörigen, wie Sie den Alltag mithilfe der für Sie passenden Kontinenzprodukte gestalten, und unterstützt Sie bei der Bestellung der notwendigen Hilfsmittel. Die Begleitung bis zu einem sicheren Umgang mit den Hilfsmitteln ist ebenfalls Teil unserer Serviceleistungen. Außerdem sind wir die richtigen Ansprechpartner für Sie und auch Ihren Arzt, wenn es um die Abrechnung mit Ihrer Krankenkasse geht.
PubliCare berät und betreut Menschen, die unter unwillkürlichem Harn- oder Stuhlverlust leiden.
Was ist Inkontinenz?
Inkontinenz ist eine Störung, bei der es nicht möglich ist, Urin oder Stuhl kontrolliert zurückzuhalten bzw. abzugeben. Das führt dazu, dass Urin aus der Harnröhre und/oder Stuhl aus dem Darm unkontrolliert entweicht. Verschiedene Krankheitsbilder liegen der Inkontinenz zugrunde und können auch auf unterschiedliche Arten behandelt und versorgt werden. Ihr persönlicher Ansprechpartner von PubliCare beantwortet Ihnen gerne weitere Fragen rund um Inkontinenz und deren Versorgung.
Formen der Inkontinenz
Harninkontinenz
Wer Urin unkontrolliert verliert oder seine Blase nicht kontrolliert entleeren kann, leidet unter einer Harninkontinenz. Es existieren verschiedene Formen der Inkontinenz, die unterschiedliche Ursachen und entsprechend unterschiedliche Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten haben:
- Belastungsinkontinenz wird im Volksmund auch Blasenschwäche genannt: Bei körperlicher Belastung, also Druck im Bauchraum – Heben schwerer Gegenstände, Husten, Niesen, Lachen –, geht unkontrolliert Urin ab, ohne dass der oder die Betroffene Harndrang verspürt. Diese Inkontinenzform tritt in vier Schweregraden auf.
- Dranginkontinenz: Patienten, die unter dieser Art von Inkontinenz leiden, verspüren sehr oft und sehr heftig Harndrang, obwohl die Blase noch nicht voll ist. Oftmals schaffen sie es nicht rechtzeitig auf die Toilette, bevor sich die Blase schwallartig entleert.
- Die Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz wird Mischinkontinenz genannt.
- Patienten mit Reflexinkontinenz merken nicht, wenn die Blase voll ist, sodass diese sich selbst unkontrolliert entleert, oftmals allerdings nicht vollständig. Diese fehlende Sensibilität kommt häufig bei der neurogenen Blasenentleerungsstörung vor.
- Bei der Überlaufinkontinenz gehen bei voller Blase immer wieder kleine Mengen Urin ab. Ggf. kann der Patient auch ständig Harndrang verspüren. Die fehlende Blasenmotorik führt außerdem zu Restharnbildung, und oft entleert sich die Blase schwallartig.
- Bei der selten vorkommenden extraurethralen Harninkontinenz fließt der Urin unkontrolliert ab, allerdings nicht nur über die Harnröhre, sondern auch über andere Körperöffnungen wie After, Scheide oder eine Öffnung in der Haut (extraurethral, siehe Ursachen).

Stuhlinkontinenz
Diese Inkontinenzform führt bei Patienten dazu, dass sie den Stuhl und die Darmgase nicht zurückhalten können, sodass diese unkontrolliert entweichen. Es gibt drei Stufen der Stuhlinkontinenz, von gelegentlichem Abgang kleiner Mengen Stuhl und Darmgase bis zum völligen Kontrollverlust über den Darm.
Ursachen der Inkontinenz
Harninkontinenz
Neurologische Krankheiten wie Parkinson, Multiple Sklerose, Alzheimer, Schlaganfall oder Hirntumor, Diabetes mellitus oder Rückenmarksverletzungen (Querschnittlähmung), Nervenschäden nach OPs oder psychische Erkrankungen können für Dranginkontinenz, Reflexinkontinenz oder Überlaufinkontinenz ursächlich sein. Weitere Informationen zu Blasenentleerungsstörungen finden Sie hier.Eine schwache Beckenbodenmuskulatur löst oft eine Belastungsinkontinenz bei Frauen aus. Die Harnröhre, der Schließmuskel und der Beckenbodenmuskel, die sie umgeben, sind kürzer als bei Männern, und deshalb auch schwächer. Schwangerschaften und Hormonumstellungen im Lebensverlauf tragen darüber hinaus zu einer Schwächung der Beckenbodenmuskulatur bei. Deshalb kommt Belastungsinkontinenz bei Frauen viel öfter vor als bei Männern. Übergewicht, Bewegungsmangel oder häufiges Heben schwerer Gewichte kann bei beiden Geschlechtern zu einer Belastungsinkontinenz führen.
Probleme mit der Prostata (Vergrößerung oder postoperative Komplikationen) können zu einer Belastungsinkontinenz oder Überlaufinkontinenz bei Männern führen.
Häufige Blasenentzündungen, Blasensteine, Harnsteine oder Tumore, die zu einer Harnröhrenverengung führen können, können Ursache für Drang- oder Überlaufinkontinenz sein.
Angeborene oder erworbene Fehlbildungen oder sogenannte Fisteln können zu extraurethraler Inkontinenz führen. Dies ist eine Verbindung zwischen zwei Hohlorganen, die nach einer OP, einer Entzündung oder massiver Röntgenbestrahlung entstehen kann. Eine Fistel verbindet die harnableitenden Organe mit dem Darm, der Scheide oder auch der Haut, sodass Urin über diese Verbindung abgeht.
Stuhlinkontinenz
Stuhlinkontinenz tritt aufgrund von Störungen oder Schädigungen des Anorektums auf, das aus dem Mastdarm und dem Schließmuskel besteht; seltener wegen einer angeborenen oder erworbenen Fehlbildung. Es gibt verschiedene Ursachen für diese Störungen:
- Neurologische Erkrankungen (Demenz, Multiple Sklerose)
- Chronische Darmentzündungen (Morbus Crohn)
- Tumoren (z.B. Mastdarmkrebs)
- Verletzungen (OP, Geburt)
- Vorfälle (Prolaps) des Mastdarms oder Enddarms
- Darmträgheit und/oder Verstopfung
- Medikamente (Abführmittel, Parkinson-Medikamente, Antidepressiva)
- Hämorrhoiden
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Diarrhö (Durchfall)
- Laktoseintoleranz
- Beckenbodenschwäche
Diagnose von Inkontinenz
Um eine Inkontinenz richtig zu diagnostizieren, führt der Arzt ein intensives Anamnesegespräch mit dem Patienten durch. Dazu gehören Fragen nach der Dauer, der Häufigkeit und der Art der Inkontinenzvorfälle sowie Erkrankungen und Geburten. Ein Miktionsprotokoll (Urintagebuch) oder ein Stuhltagebuch sind bei der Anamnese sehr hilfreich. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Untersuchungen, mit deren Hilfe Inkontinenz und deren Ursachen diagnostiziert werden können:
- Urin- und Blutuntersuchungen
- Untersuchung der äußeren Genitalien und des Enddarms
- Gynäkologische Untersuchung
- Ultraschall
- Urodynamik
- Blasen- oder Darmspiegelung
- Röntgenkontrastaufnahme
- LARS-Score-Erhebungsbogen
Nach der Diagnose bestimmt der Arzt das weitere Vorgehen.

Wie ein Betroffener mit Inkontinenz lebt
langjähriger, zufriedener Kunde bei PubliCare
Dieses Video zeigt den Alltag eines Patienten, der mit den Herausforderungen und Lösungen im Umgang mit Inkontinenz konfrontiert ist.
Was ist ISK?
Jeder Mensch muss mehrmals am Tag seine Blase leeren. Doch kann es aufgrund von Erkrankungen, Unfällen oder angeborenen Fehlbildungen sein, dass sich die Blase nicht wie gewohnt vollständig entleert. Beim Intermittierenden Selbstkatheterismus (ISK) wird die Blase vom Patienten selbst in regelmäßigen Abständen (intermittierend) mit Einmalkathetern entleert.
Wir haben auf dieser Seite die wichtigsten Informationen rund um den ISK für Sie zusammengestellt. Sollten Sie weitere Fragen haben oder Unterstützung benötigen, können Sie eine kostenfreie Beratung vereinbaren.
Wie wird ISK vorgenommen?
Wenn Ihnen Ihr Urologe Intermittierende Selbstkatheterisierung empfohlen hat, hat das in erster Linie Einfluss auf Ihren Alltag und auch auf den Umgang mit Ihrem Körper, speziell mit Ihrem Intimbereich. Mit der Unterstützung der Kontinenzberater von PubliCare meistern Sie aber diese Herausforderung mit Sicherheit sehr schnell – mit guter Anleitung und Übung geht ISK schnell und problemlos vonstatten und erlaubt es Ihnen, wie gewohnt Ihren Alltag zu bestreiten.
Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Intermittierender Selbstkatheterismus bei Männern und Frauen funktioniert, und haben ein paar Tipps für einen noch besseren Umgang mit ISK zusammengestellt.
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ISK-Anleitung für Frauen
Machen Sie es sich zur Routine, bevor Sie das Haus verlassen, zu kontrollieren, ob Sie alle benötigten Materialien eingesteckt haben.
Ob zu Hause oder unterwegs – waschen Sie sich Ihre Hände wenn möglich gründlich mit Wasser und Seife oder greifen Sie auf Desinfektionsmittel zurück.
Wählen Sie eine bequeme Position (z. B. auf der Toilette oder dem Bett). Sitzen Sie so entspannt wie möglich. Spreizen Sie Ihre Beine und schieben Sie Ihr Becken etwas vor
Spreizen Sie Ihre Schamlippen mit Zeige- und Mittelfinger der einen Hand und ziehen Sie sie leicht nach oben. Ein Handspiegel kann Ihnen helfen, die Harnröhre besser zu finden
Reinigen und desinfizieren Sie die Schamlippen und den Harnröhrenausgang von innen nach außen, dafür ist ein Schleimhautdesinfektionsmittel zu empfehlen.
Mit der freien Hand führen Sie nun den Katheter langsam durch die Harnröhre in die Blase ein, bis der Urin zu fließen beginnt. Achten Sie darauf, dass das Katheterende in einen Urinbeutel oder die Toilette zeigt.
Sobald der Urin abläuft, schieben Sie den Katheter vorsichtig noch 1- 2 cm weiter. So stellen Sie sicher, dass er sich in der Blase befindet.
Falls der Harnfluss stoppt, ziehen Sie den Katheter etwas zurück, bis der Urin wieder fließt. Bis sich die Blase vollständig entleert hat, kann es einige Zeit dauern.
Wenn kein Harn mehr nachfließt, entfernen Sie den Katheter langsam.
Nach dem Gebrauch entsorgen Sie den Katheter in einem Abfallbehälter und waschen Sie sich die Hände.
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ISK-Anleitung für Männer
Machen Sie es sich zur Routine, bevor Sie das Haus verlassen, zu kontrollieren, ob Sie alle benötigten Materialien eingesteckt haben.
Ob zu Hause oder unterwegs – waschen Sie sich Ihre Hände wenn möglich gründlich mit Wasser und Seife oder greifen Sie auf Desinfektionsmittel zurück.
Wählen Sie eine bequeme und entspannte Position (z. B. auf der Toilette sitzend oder davor stehend)
Nehmen Sie Ihren Penis mit der einen Hand und heben ihn leicht in Richtung Bauchdecke. Halten Sie den Penis nicht zu fest, weil dies die Öffnung der Harnröhre verschließen könnte.
Reinigen und desinfizieren Sie den Harnröhreneingang von innen nach außen sowie die Eichel, dafür ist ein Schleimhautdesinfektionsmittel zu empfehlen.
Mit der freien Hand können Sie nun den Katheter vorsichtig durch die Harnröhre in die Blase einführen, bis der Urin zu fließen beginnt. Gegebenenfalls müssen Sie den Penis im Verlauf leicht anheben.
Sobald der Harn fließt, halten Sie den Penis und das Katheterende nach unten Richtung Toilette und schieben Sie den Katheter vorsichtig noch 1- 2 cm weiter.
Falls der Harnfluss stoppt, ziehen Sie den Katheter etwas zurück, bis der Urin wieder fließt. Bis sich die Blase vollständig entleert hat, kann es einige Zeit dauern.
Wenn kein Harn mehr nachfließt, heben Sie Ihren Penis an und entfernen Sie den Katheter vorsichtig.
Nach dem Gebrauch entsorgen Sie den Katheter in einem Abfallbehälter und waschen Sie sich die Hände.
Warum wird ISK benötigt?
Für unseren Organismus ist es wichtig, dass die Blase immer wieder vollständig entleert wird. Normalerweise sendet die Blase ein Signal ans Gehirn, dass sie voll ist, wir verspüren einen Harndrang, gehen auf die Toilette und entleeren die Blase. Dies ist jedoch nicht bei jedem Menschen möglich. So gibt es neurologische und mechanische Gründe für Blasenentleerungsstörungen/Inkontinenz.
Neurologische Störungen (die Koordination zwischen Nervensystem und Muskeln ist gestört) kommen z.B. vor bei
- Multipler Sklerose
- Querschnittlähmung
- Spina bifida
- Diabetes mellitus
Funktionelle bzw. mechanische Störungen können infolge von urologischen Eingriffen oder Unfällen auftreten.

Wenn eine Blasenentleerungsstörung vorliegt, wird die Blase entweder gar nicht selbstständig oder nicht vollständig entleert oder es kommt zu unwillkürlicher/unkoordinierter Blasenentleerung.
Intermittierender Katheterismus schafft hier Abhilfe: Die Blase wird regelmäßig über einen Einmalkatheter entleert. Beim Intermittierenden Selbstkatheterismus führt der Patient den Katheter selbst - ohne Unterstützung durch Angehörige oder Pflegekräfte - über die Harnröhre in die Blase ein. So hat er die Kontrolle über seine Blasenentleerung und damit auch seinen Alltag selbstbestimmt in der Hand.
Dabei gibt es je nach Grad und Grund der Blasenentleerungsstörung Patienten, die ISK über einen bestimmten Zeitraum anwenden, während bei anderen diese Methode der Blasenentleerung lebenslang notwendig ist.
Versorgungs- und Therapiemöglichkeiten
Kontinenz ist die Fähigkeit, willkürlich zur passenden Zeit und an einem geeigneten Ort die Blase oder den Darm zu entleeren. Diese Fähigkeit kann dem Menschen durch unterschiedliche Ursachen wie Erkrankungen oder mit dem Alter abhandenkommen. Ausprägung und Stärke der jeweiligen Inkontinenzform sind höchst vielfältig und sehr individuell, genauso wie die Therapiemöglichkeiten, die sich immer auf die zugrunde liegende Form und Ursache der Inkontinenz ausrichten.
Als Experten für die Inkontinenz-Versorgung sind wir bei PubliCare der richtige Ansprechpartner, wenn es darum geht, Ihnen in der Anlernphase Unterstützung zu bieten und Sie mit den für die Versorgung notwendigen medizinischen Materialien zu beliefern.
Kontaktieren Sie uns
Je nach Art der Inkontinenz gibt es neben der Versorgung auch verschiedene weitere Therapiemöglichkeiten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob und welche Ansätze bei Ihren Beschwerden infrage kommen könnten.
Bei Fragen können Sie sich selbstverständlich gerne jederzeit an uns wenden.
Therapie bei Harninkontinenz:
- Beckenbodentraining
- Biofeedbacktraining
- Elektrotherapie
- Toilettentraining (Blasentraining)
- Hormonbehandlung
- Medikamente
- Operation
Therapie bei Stuhlinkontinenz:
- Beckenbodentraining
- Toilettentraining
- Abführmittel
- Operation
- Elektrotherapie
- Motilitätshemmer
Wir beraten Sie gerne
Sie haben weitere Fragen oder wünschen eine unverbindliche Beratung zur Kontinenzversorgung?
Füllen Sie unser Kontaktformular aus oder rufen Sie uns gerne an. Sie erreichen unser Team Mo - Fr von 8 - 18 Uhr:
call Jetzt anrufen

Christina Kunkel
Urotherapeutin, Fachkraft für Kontinenzförderung, Bowel Management Nurse
Fachliche Leitung Kontinenzversorgung
Unsere Leistungen
Ansprechpartner bei der
Kontinenzversorgung
Betreuung und Begleitung
in die Häuslichkeit
Fachgerechte und hersteller-
neutrale Produktberatung
Kommunikation mit dem
Arzt und der Klinik
Unsere Schwerpunkte
Die Schwerpunkte unserer Arbeit liegen in den folgenden Bereichen:
- Blasen und Darmmanagement bei neurogenen Funktionsstörungen
- Darmspülung/Transanale Irrigation (TAI) bei Stuhlinkontinenz bzw. Stuhlentleerungsstörungen bedingt durch eine kolorektale Krebserkrankung (LARS)
- Intermittierender Selbstkatheterismus (ISK)
- Intermittierender Fremdkatheterismus (IFK)
Tipps rund um ISK
Wenn Sie sich bisher noch nie selbst katheterisiert haben, sind Sie am Anfang wahrscheinlich etwas unsicher. Das ist auch ganz natürlich. Mit einer guten Anleitung und etwas Übung werden Sie aber schnell feststellen, dass die Selbstkatheterisierung recht einfach funktioniert. Wir haben hier für Sie noch ein paar Tipps rund um ISK zusammengestellt. Zögern Sie aber auch nicht, jederzeit Ihren persönlichen Ansprechpartner bei PubliCare zu kontaktieren, falls Sie weitere Fragen haben oder Unterstützung benötigen!
Weitere Tipps von PubliCare
Nehmen Sie sich Zeit
Planen Sie vor allem in der Anfangszeit genügend Zeit, Ruhe und gutes Licht ein. Aber auch wenn Sie schon geübt sind, ist eine entspannte Atmosphäre für ISK wichtig.
Erinnerungsfunktion am Handy
Stellen Sie an Ihrem Handy Erinnerungsfunktionen für die Blasenentleerung ein. Es gibt stressige Tage, an denen man das – wie manchmal auch Essen oder Trinken – vergisst.
Genug trinken
Trinken Sie genügend, vor allem, wenn Sie Sport treiben. Auf Trinken zu verzichten, um sich seltener katheterisieren zu müssen, ist gefährlich für Ihre Gesundheit.
Ausgewogene Ernährung
Achten Sie auf ausgewogene Ernährung: Verstopfung kann die Katheterisierung negativ beeinflussen. Vor allem viel Obst und Gemüse sind wichtig.
Zeit zu zweit
ISK erleichtert es Ihnen, Ihre Sexualität auszuleben. Katheterisieren Sie sich vor dem Geschlechtsverkehr, sodass Sie die Zeit zu zweit unbeschwert genießen können.
Eigene Toilette
Eine eigene Toilette an Ihrem Arbeitsplatz wäre optimal. Wenden Sie sich an Ihren Vorgesetzten, oftmals lässt sich das einrichten.
ISK am Arbeitsplatz
Bewahren Sie an Ihrem Arbeitsplatz immer mindestens ein ISK-Set auf, entweder in Ihrem Schreibtisch/Spind, in der Tasche oder auf der Toilette.
Versorgung to go
Mindestens ein ISK-Set sollte Sie immer begleiten, bei längeren Ausflügen, auf Reisen oder bei ausgedehnten Besuchen bei Freunden und Familie.
Vorbereitung ist alles
Katheterisieren Sie sich direkt vor dem Antritt einer Flug-, Bahn- oder Autoreise. Das erspart Ihnen ggf. die Notwendigkeit, eine öffentliche Toilette aufsuchen zu müssen.
Auf Reisen
Auf Reisen sollten Sie immer Ihren Hilfsmittelpass und Medikamentenausweis dabeihaben. Bei Übergepäck wegen der ISK-Hilfsmittel bieten viele Airlines Freigepäck an.Euro-WC-Schlüssel
Der Euro-WC-Schlüssel öffnet europaweit die Türen von Behindertentoiletten. Wenden Sie sich an Ihren Ansprechpartner von PubliCare, wenn Sie einen bestellen möchten.
Selbsthilfegruppen & Vereine
Selbsthilfegruppen und Vereine bieten für Patienten und Angehörige Raum zum Austausch und für Unterstützung. Wir informieren Sie gerne über Organisationen in Ihrer Nähe.
PubliCare: Kompetenz in Kontinenz
Unsere Kompetenzen in der Kontinenzversorgung umfassen folgende Fachgebiete:
- Selbstkatheterismus: Der Patient versorgt sich selbst, indem er seine Blase mit einem Einmalkatheter regelmäßig entleert.
- Darmspülungen/Irrigation: Techniken der Spülung zur Darmentleerung
- Intermittierender (wiederkehrender) Katheterismus: Der Katheter wird nicht dauerhaft gelegt, sondern in regelmäßigen Abständen zur gezielten Leerung der Blase.
- Fremdkatheterismus: Der dauerhaft gelegte Katheter wird von einem Angehörigen oder einer Pflegekraft versorgt.
Bei diesen Versorgungsmöglichkeiten im Rahmen einer Inkontinenz stehen Ihnen die Fachkräfte von PubliCare in der Anlernphase zur Verfügung und haben für Sie Tipps und hilfreiche Hinweise zur Hand. Anschließend können Sie bei Ihrem persönlichen Ansprechpartner alle Materialien bestellen, die Sie für die Versorgung Ihres Inkontinenzsystems benötigen. Wir führen Produkte verschiedener Hersteller und sind Ihnen dabei behilflich, die für Sie optimalen Materialien zu finden.
Alle Materialien werden nach der Bestellung bequem zu Ihnen nach Hause geliefert, so dass Sie sich keine Gedanken um die Abholung machen müssen. Bei gleichbleibendem Bedarf können wir mit Ihnen einen wiederkehrenden Termin vereinbaren, zu dem wir Sie automatisch beliefern – zum Beispiel alle zwei Monate.
6 Schritte, wie Sie Ihre Inkontinenz akzeptieren
- Akzeptanz: Nehmen Sie die Diagnose an und verstehen Sie, dass Hilfe verfügbar ist.
- Bildung: Lernen Sie die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Inkontinenz kennen.
- Änderung im Lebensstil: Stärken Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur durch gezielte Übungen, achten Sie auf eine gesunde Ernährung und eine ausreichende Trinkmenge.
- Medizinische Unterstützung: Konsultieren Sie einen Urologen. Dieser kann Sie individuell beraten und bestmöglich behandeln.
- Hilfsmittel nutzen: Finden Sie passende Produkte wie Einmalkatheter, Urinalkondome oder Vorlagen. Diese erleichtern Ihnen den Alltag. Unsere PubliCare Kontinenzexperten beraten Sie gerne bei der Auswahl der Produkte und zeigen Ihnen, wie Sie diese anwenden.
- Selbstfürsorge: Pflegen Sie Ihre psychische Gesundheit z.B. mit Meditationen und bleiben Sie aktiv, um Lebensqualität zu erhalten.
Leben mit Inkontinenz - Mut machen und informieren
Akzeptanz und Selbstfürsorge:
- Die Diagnose annehmen und sich selbst mitfühlend behandeln.
- Sich über Unterstützungsmöglichkeiten informieren und diese nutzen.
Wissen und Bildung:
- Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Inkontinenz verstehen.
- Regelmäßige Updates zu neuen Therapien und Hilfsmitteln einholen.
Lebensstilanpassungen:
- Beckenbodenmuskulatur durch gezielte Übungen stärken.
- Eine gesunde Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr fördern.
Medizinische Betreuung:
- Regelmäßige Besuche bei Fachärzten z.B. Urologen wahrnehmen.
- Medikamentöse Therapien und individuelle Beratung in Anspruch nehmen.
Hilfsmittel und Unterstützung:
- Passende Produkte wie z.B. Einmalkatheter auswählen und nutzen.
- Soziale Netzwerke und Selbsthilfegruppen nutzen, um sich mit anderen Betroffenen auszutauschen
Psychische Gesundheit und Lebensqualität:
- Auf die eigene psychische Gesundheit achten und bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
- Aktiv bleiben und Lebensfreude durch Hobbys und soziale Aktivitäten bewahren.
Austausch mit anderen Inkontinenz-Betroffenen
Es gibt verschiedene Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene untereinander unterstützen, Rat geben und über ihr Leben mit der Inkontinenz austauschen können.
Das kann ihnen dabei helfen, besser mit ihrer Situation umzugehen, sodass sie neuen Mut schöpfen können. Auch für Angehörige von Inkontinenzbetroffenen kann der Austausch mit anderen eine echte Unterstützung sein, um ein besseres Verständnis für ein Leben mit Inkontinenz zu entwickeln.
Die verschiedenen Selbsthilfegruppen bieten Informationsbroschüren, Live Stammtische oder Onlineforen an. Zu den Vereinen gehören die Arbeitsgemeinschaft Spina Bifida und Hydrocephalus e.V., FGQ - Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten und Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
Materialien bei Harninkontinenz:
- Einmalkatheter
- Dauerkatheter
- Urinalkondome
- Vaginaltampons
- Einlagen
- Vorlagen
Materialien bei Stuhlinkontinenz:
- Analtampons
- Materialien für die anale Irrigation
- Stuhldrainage-Systeme
Inkontinenz bei Männern: Ein unterschätztes Thema

Inkontinenz betrifft nicht nur Frauen, sondern - wenn auch deutlich seltener - Männer. Anders als bei den Frauen ist beimMann eine der wichtigsten Ursachen für Inkontinenz eine (meist gutartige) Vergrößerung der Prostata, die unbehandelt zu einer Dranginkontinenz führt. Aber auch eine Prostataoperationen kann eine Inkontinenz zur Folge haben. Weitere Auslöser einer Inkontinenz können Erkrankungen wie Diabetes, Parkinson, aber auch Blasensteine und altersbedingte Veränderungen der Blasenfunktion sein. Zu den Symptomen gehört klassischerweise ein ungewollter Urinverlust, sobald sich der Druck im Bauchraum erhöht. Auch unter körperlicher Belastung, z. B. beim Sport, Husten oder Niesen, kann Urin entweichen.
Hier finden Sie Maßahmen, wie Sie Ihre Lebensqualität verbessern können, um wieder unbeschwerter leben zu können.
Eine Möglichkeit, Inkontinenz zu behandeln, ist das regelmäßige Training der Beckenbodenmuskulatur. Spezielle Übungen können helfen, die Kontrolle über die Blase zu verbessern und ungewollten Urinverlust zu reduzieren. Zudem gibt es medikamentöse und operative Behandlungsansätze, die je nach Ursache und Schweregrad der Inkontinenz in Betracht gezogen werden können.
Auch der Lebensstil spielt eine wichtige Rolle: Eine gesunde Ernährung, ein normales Körpergewicht sowie ein nur mäßiger Genuß von koffeinhaltigen und alkoholischen Getränken können sich positiv auswirken.
Arbeit und Inkontinenz: Wie Sie erfolgreich bleiben
Den Arbeitsalltag mit Inkontinenz zu meistern, kann Herausforderungen mit sich bringen. Möglicherweise suchen Sie öfter die Toilette auf als Ihre Kollegen. Mit den nachfolgenden Tipps können Sie Ihren Berufsalltag leichter gestalten.
• Wenn es möglich ist, nutzen Sie einen Arbeitsplatz in der Nähe des WCs. Dann haben Sie einen kürzeren Weg zur Toilette und mehr Sicherheit, wenn es mal „knapp wird“.
• Vermeiden Sie es, im Büro koffeinhaltige Getränke wie z.B. Kaffee oder schwarzen Tee zu trinken. Diese wirken harntreibend, sodass Sie öfter und dringender die Toilette aufsuchen müssen.
• Wenn Sie auf Dienstreise oder länger im Auto unterwegs sind, nutzen Sie die sich bietenden Möglichkeiten, auf Toilette zu gehen. Je nach Fahrtstrecke kann es sein, dass für einen längeren Zeitraum keine weitere Toilette auf dem Weg liegt.
• Trainieren Sie Ihren Beckenboden mit einem gezielten Beckenbodentraining. Ein regelmäßiges Beckenbodentraining kann die Blasenschließmuskulatur stärken und helfen, Harnverlust zu reduzieren.
• Wenn Sie sich wohl damit fühlen, können Sie Ihre Situation Ihren Kollegen oder Vorgesetzten mitteilen und gemeinsam Lösungen finden und Bewusstsein für Ihre Bedürfnisse schaffen.
Medizinische Hilfsmittel als Unterstützung
• Mit dem intermittierendem Selbstkatheterismus (ISK) entleeren Sie Ihre Blase selbstständig mit einem Einmalkatheter. Diese Form der Blasenentleerung ist sowohl für Frauen als auch für Männer geeignet. Bei dieser Form gewinnen Sie die Kontrolle über Ihre Blase zurück und können ein aktives unbeschwertes Leben führen. Außerdem schützt der Mechanismus Ihre Niere und die Blase und beugt Blasenentzündungen vor. Der ISK kann diskret und auch unterwegs durchgeführt werden, sodass Sie keinerlei Einschränkungen in Ihrem Alltag haben. Während der einzelnen Blasenentleerungen sind sie in der Regel kontinent und brauchen sich keine Gedanken über Ihre Blase zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Facharzt /Urologen darüber, ob diese Hilfsmittel für Sie in Frage kommen könnten
• Für Männer gibt es als weitere Option die so genannten Urinalkondome. Dieses ableitende Inkontinenzsystem umhüllt den Penis wie ein Kondom und transportiert den Urin über einen Schlauch in einen Beinbeutel. Das Urinalkondom ist besonders gut geeignet bei mittlerer bis starker Inkontinenz und kann Vorlagen/Windeln ersetzen. Damit haben Sie einen zuverlässigen und nach außen unsichtbarem Schutz, der Sie in Ihrem aktiven Lebensstil nicht einschränkt. Sprechen Sie mit Ihrem Facharzt /Urologen darüber, ob diese Hilfsmittel für Sie in Frage kommen könnten
Unsere PubliCare Kontinenzexperten beraten Sie gerne zu dem intermittierendem Selbstkatheterismus und den Urinalkondomen. Gemeinsam mit Ihnen finden wir die Lösung, die am besten zu Ihrem Lebenstil passt. Damit Sie Ihren Alltag selbstbestimmt und unbeschwert gestalten können.
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