Veröffentlichungsdatum: 17. September 2026
Experten bei Stoma
Als Stoma Patient verändert sich Ihr Alltag in vielen Bereichen. Mit kompetenter und einfühlsamer Beratung zu den verschiedenen Hilfsmitteln, Anpassung und Anleitung beim Umgang mit Ihrem Stoma, sowie der regelmäßigen Versorgung stehen wir Ihnen zur Seite, damit Sie mehr Unabhängigkeit und Lebensqualität erlangen.
PubliCare ist seit 25 Jahren Experte bei der Stomaversorgung.
Als Stoma Spezialisten sind wir Ihr Ansprechpartner rund um die Stomaversorgung – wenn es möglich ist, auch schon in der Klinik. Ihre persönliche Stoma Fachkraft ist in diesem Bereich bestens ausgebildet und zeigt Ihnen, Ihrer Pflegekraft oder Ihren pflegenden Angehörigen, wie Sie den Alltag mithilfe der für Sie passenden Stoma Produkte gestalten. Außerdem sind wir die richtigen Ansprechpartner für Sie und auch Ihren Arzt, wenn es um die Abrechnung mit Ihrer Krankenkasse geht.
Unser besonders geschultes Personal steht Ihnen nach Absprache mit der Klinik und dem behandelnden Arzt nach Möglichkeit bereits während des stationären Aufenthaltes im Krankenhaus zur Verfügung. Damit Sie auch zu Hause mit der neuen Situation gut zurechtkommen, helfen wir Ihnen gemeinsam mit Ihren behandelnden Ärzten und Pflegekräften der Kliniken dabei, alle nötigen Vorkehrungen für die Zeit nach dem Krankenhaus zu treffen. Selbstverständlich arbeiten wir hierbei sehr eng mit Ihrem behandelnden Hausarzt zusammen.
Benötigen Sie im häuslichen Bereich ambulante Krankenpflege, so arbeiten wir mit den Kolleginnen und Kollegen des Pflegedienstes Ihrer Wahl zusammen, unterstützen sie in der Anwendung der Produkte und stellen damit die durchgängig notwendige Versorgung sicher.
Unsere Leistungen
Ansprechpartner bei der
Stomaversorgung
Betreuung und Begleitung
in die Häuslichkeit
Fachgerechte und hersteller-
neutrale Produktberatung
Kommunikation mit dem
Arzt und der Klinik
Was ist ein Stoma?
Das Leben mit einem Stoma kann herausfordernd sein, birgt aber auch Chancen für ein erfülltes Leben. Hier finden Sie, was ein Stoma ist, welche Arten es gibt und wie Sie den Alltag als Stomaträger gestalten können.
Nach einer Operation am Darm oder an den Harnwegen kann es erforderlich werden, einen „künstlichen Ausgang“ für Stuhl oder Urin anzulegen. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet einfach „Mund/Öffnung“, und so ist ein Stoma eine operativ angelegte Öffnung in der Bauchdecke, die gewährleistet, dass der Patient weiterhin gut leben kann, auch wenn die natürliche Funktionsweise von Darm oder Blase krankheitsbedingt beeinträchtigt ist. Doch es gibt auch andere Stoma-Arten, wie Tracheo- und Gastrostoma: Auf dieser Seite geben wir Ihnen Informationen über die verschiedenen Arten, wann, wie und warum sie eingesetzt werden und wie Sie oder Ihre Angehörigen mit einem Stoma gut durchs Leben kommen.
Welche Arten von Stomata gibt es?
Der Vollständigkeit halber beschreiben wir in diesem Abschnitt alle Stomata, die in der Medizin eingesetzt werden. Anschließend werden wir uns als Experten für den künstlichen Darmausgang aber auf das Enterostoma konzentrieren.Enterostoma
Ein Enterostoma oder auch Darmstoma ist ein künstlicher Darmausgang. Dieser wird notwendig, wenn der Patient aufgrund einer chronischen Darmentzündung, einer angeborenen Fehlbildung, einer gravierenden Funktionsstörung oder einer Krebserkrankung seinen Darm nicht mehr selbstständig über den After entleeren kann. Nach Bauch-OPs oder bei nicht chronischen Entzündungen kann ein Stoma auch vorübergehend angelegt werden, um die Nähte im Bauchraum zu schützen. Nach der Heilungsphase wird es wieder entfernt (Rückverlegung.)
Urostoma
Ein Urostoma dient der dauerhaften künstlichen Ableitung von Urin aus den ableitenden Harnwegen. Es kann nach einer Krankheit, die eine Entfernung der Blase notwendig gemacht hat, angelegt werden (z.B. bei Blasenkrebs), aber auch bei Fehlbildungen, Verengungen oder Schädigungen der ableitenden Harnwege nach Unfällen und nach gynäkologischen Erkrankungen.
Gastrostoma
Ein Gastrostoma ist im Gegensatz zum Enterostoma und Urostoma ein künstlicher Eingang, über den ein Patient, der wenig oder keine Nahrung über die Speiseröhre aufnehmen kann, künstlich ernährt wird. Dabei wird eine Verbindung zwischen dem Magen und der Bauchdecke und anschließend eine Sonde angelegt. Diese Art der Ernährung wird enterale Ernährung genannt. Darüber hinaus kann über das Gastrostoma auch Sekret aus dem Magen abgeleitet werden.
Tracheostoma
Ein Tracheostoma hilft einem Patienten dabei, zu atmen – dauerhaft oder vorübergehend, je nach Krankheitsbild bzw. der vorhandenen Funktionsstörung. Es wird bei Einschränkungen, fehlender Fähigkeit zur Atmung und Erkrankungen der Atemwege angelegt. Die Verbindung wird mithilfe eines Luftröhrenschnitts geschaffen und dient dazu, Luft direkt durch die Luftröhre zuzuführen, aber auch wie beim Gastrostoma Sekret abzusaugen.
Wann bekommt man ein Stoma?
Ein Enterostoma, also einen künstlichen Darmausgang, bekommen Patienten, wenn eine Krankheit behandelt oder Symptome gelindert werden müssen. Zu den Krankheitsbildern, die ein Darmstoma erfordern, gehören unter anderem:
- Darmkrebs
- Chronische Darmentzündungen (z.B. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa)
- Divertikulitis
- Angeborene Fehlbildungen des Darms, z.B. Analatresie oder familiäre Polyposis
- Verletzungen durch Unfälle
- Anastomosenschutz (Schutz der Dickdarmnaht nach OP)
- Neurologische Erkrankungen
- Gynäkologische Erkrankungen
- Fistelbildung
- Dekubitus am Po
- Verengung und Verletzung der Harnleiter
- Gutartige oder bösartige Tumore
- Angeborene oder erworbene Nervenschädigung
- Tumore in Nachbarorganen z.B. Gebärmutter, Mastdarm
- Strahlentherapie im Beckenbereich
Wie wird ein Stoma angelegt?
Ein Stoma wird immer in Vollnarkose gelegt. Meist sind dies geplante Eingriffe, die aus den oben genannten Gründen notwendig werden. Doch es kommt auch vor, dass ein Stoma im Rahmen einer Not-OP gelegt werden muss.Es gibt mehrere Arten von künstlichen Darmausgängen:
Ileostoma
Das Ileostoma stellt eine Verbindung zum Dünndarm her. Bei dieser Stoma-Art wird der Dünndarm an die Hautoberfläche und der dünnflüssige Stuhl über den Stomabeutel ausgeleitet. Ein Ileostoma ist bei einer Erkrankung oder Störung im Dickdarm oder bei Schließmuskelerkrankungen notwendig. Meist wird es im rechten Unterbauch angelegt.
Colostoma
Das Colostoma wird angelegt, wenn ein Teil des erkrankten Dickdarms oder der Schließmuskel entfernt wird, nach Verletzungen oder Entzündungen. Als Stoma wird dann ein gesunder Teil des Darms ausgeleitet. Das Stoma befindet sich meist im linken Unterbauch. Je nach Krankheitsbild können einige Colostoma-Träger neben dem Stomabeutel ihren Darm auch durch eine sogenannte Irrigation, eine Darmspülung, gezielt entleeren. Somit dient das Stoma dazu, dem Patienten Sicherheit zu geben, während er dank der Möglichkeit der Irrigation den Zeitpunkt des Stuhlgangs selbst bestimmen kann, was mehr Lebensqualität bedeutet.
Urostoma
Das Urostoma dient der künstlichen Ableitung von Urin. Dabei wird operativ ein Teil des Darms (Dünndarm ->Ileum-Conduit, Dickdarm ->Colon-Conduit) verwendet. Nach Entfernung der Harnblase werden die gesunden Harnleiter in ein ausgeschaltetes Darmsegment eingepflanzt und der verwendete Darmabschnitt über die Bauchdecke ausgeleitet. Der Harn kann somit über den Darm direkt in das angebrachte Beutelsystem ablaufen.
Beim endständigen Stoma wird eine Öffnung in der Bauchdecke geschaffen, ein Stück Darm nach außen gestülpt, mit der Bauchdecke vernäht und mit dem Stomabeutel verbunden. Das Stoma wird dann mit speziellen Stomaprodukten versorgt.

Bei einem doppelläufigen Stoma werden aus einer Dünndarmschlinge zwei Öffnungen zwischen dem Darm und der Bauchdecke geschaffen. Über den zuführenden Teil wird Nahrung ausgeschieden. Damit wird verhindert, dass sie den folgenden Darmabschnitt erreicht. Der abführende Teil des Stomas verbindet den ungenutzten Darmabschnitt mit dem Darmausgang. Nach der Rückverlegung des Stomas kann dieser Abschnitt wieder normal funktionieren und der Patient kann seinen Darm wieder natürlich entleeren. Deshalb wird das doppelläufige Stoma meist temporär angelegt.

Wie sieht der Alltag mit dem Stoma aus?
Bei den meisten Patienten löst die Aussicht darauf, Stomaträger zu werden, Bedenken aus. Es gibt aber auch die andere Seite: Der künstliche Darmausgang ist eine lebensrettende Maßnahme und gibt auch an Lebensqualität zurück, die vorher, z.B. wegen einer chronischen Darmentzündung, nicht aufrechtzuerhalten war.
Viele Informationen über Stoma, den Alltag mit dem künstlichen Darmausgang und auch Tipps zum Umgang mit der neuen Situation haben wir hier für Sie zusammengestellt. Darüber hinaus können Sie jederzeit Ihren persönlichen Ansprechpartner von PubliCare kontaktieren, wenn Sie weitere Fragen haben oder Unterstützung benötigen.
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Stoma-Rückverlegung
Nach der Darmoperation können sich das Gefühl des Stuhldrangs und das Gefühl der vollständigen bzw. unvollständigen Darmentleerung nach dem Toilettengang verändern. Auch Störungen im Verdauungs- und Ausscheidungsprozess sind als normal anzusehen. Ein Grund dafür ist die Verkleinerung des Speicherreservoirs für den Stuhl. Darüber hinaus kann die Schließfunktion des Afters durch irritierte Nerven und Muskeln beeinträchtigt sein. Außerdem vernarben tief angelegte Nahtreihen im Darm, sodass die Elastizität der Darmwand eingeschränkt ist. Dies alles sollte sich aber innerhalb der ersten sechs bis zwölf Monate normalisieren. Ihr PubliCare-Ansprechpartner wird Sie bereits innerhalb weniger Wochen kontaktieren und Sie mit Rat und Tipps rund um notwendige Hilfsmittel begleiten. Haben Sie Geduld!
Welche Risiken gibt es für Stomaträger?
Bei Stomapatienten können natürlich Probleme auftreten, so z.B.:
- Hautreizungen
- Allergien gegen Inhaltsstoffe der Hilfsmittel
- Infektionen (Pilze oder Bakterien)
- Retraktion (der Darm zieht sich zurück)
- Stenose (Hautverengung an der Öffnung)
- Prolaps (Darmvorfall wegen des Stomas)
- Hernie
Viele Probleme lassen sich durch einen geübten Umgang mit dem Stoma vermeiden oder lösen. Setzen Sie sich in diesem Fall mit Ihrem/Ihrer Stomaberater/-in oder Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung.
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Sie haben weitere Fragen oder wünschen eine unverbindliche Beratung zur Stomaversorgung?
Dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team meldet sich schnellstmöglich bei Ihnen zurück!
Oder rufen Sie uns an, um eine Beratung zu vereinbaren. Sie erreichen unser Team von Mo - Fr von 8 - 18 Uhr:
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Joanna Timmermann
Pflegeexpertin für Stoma, Kontinenz, Wunde, Wundexpertin ICW®
Fachliche Leitung Stomaversorgung
Stoma Komplikationen
Im Verlauf einer Stomaanlage, kann es passieren, dass nicht alles reibungslos verläuft.
Es kann zu Hautentzündungen am Stoma kommen, das Stoma blutet oder es kommt zu einer
Unterwanderung der Stomaversorgung.
Erfahren Sie mehr zu:
- Hautentzündungen
- Stoma blutet
- Stoma-Unterwanderung
- Stoma Geruchsentwicklung
- Stoma-Pilzinfektion
- Schmerzen am Stoma
- Stoma Bauchdeckenwölbung
- Stoma-Verstopfung
- Wunde am Stoma heilt nicht
Wenn Sie von einer Komplikation bei Ihrem Stoma betroffen sind, dann helfen wir Ihnen gerne weiter:
Im Folgenden finden Sie für viele Probleme mit Ihrem Stoma einfache Lösungen, die Sie selbst
umsetzen können. Wenn Sie professionelle Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen neben
Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin gerne persönlich zur Verfügung:
Als Stoma-Experten wissen wir, wie Sie Ihre Stoma-Komplikation in den Griff bekommen.
Ernährung und Stoma: Was zu beachten ist
Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Stomaträgern. Die tägliche Kost sollte abwechslungsreich und ausgewogen sein. Mit Vitaminen und Mineralstoffen lässt sich der Körper gezielt stärken. Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung kann helfen, den Stuhlgang zu regulieren. Wichtig ist, die Nahrung auf etwa fünf kleine Mahlzeiten am Tag verteilen und diese langsam zu essen und sehr gut kauen.
Verschiedene Nahrungsmittel beeinflussen die Ausscheidung. Dies kann in einigen Situationen vielleicht unangenehm sein, z. B. bei Blähungsgeräuschen in einer ruhigen Umgebung. Zu den blähungsfördernden Lebensmitteln gehören z.B. Zwiebeln, Kohl, Lauch, rohe Paprika und kohlensäurehaltige Getränke.
Es ist auch ratsam, viel Wasser (mindestens 2 Liter pro Tag) zu trinken, um zu viel Flüssigkeitsverlust und eine Dehydrierung zu vermeiden. Wenn Sie unsicher sind oder Probleme bekommen, wenden Sie sich gerne vertrauensvoll an Ihren persönlichen PubliCare Ansprechpartner.
Erfahrungsberichte von Stomaträgern: Inspiration und Mut
Stoma – und nun? Gerade am Anfang fühlt man sich manchmal hilflos und hat viele Fragen im Kopf... Erfahrungsberichte von anderen Stomaträgern können neuen Mut schenken. Sie berichten darüber, warum sie einen künstlichen (Darm-) Ausgang bekamen, welche Fragen und Ängste sie hatten und wo sie Hilfe fanden.
Die Künstlerin Celine hatte immer wieder stechende Bauchschmerzen und nach einer Weile halfen auch keine Schmerztabletten mehr. Es folgte ein Darmverschluss nach Verwachsungen und eine erste Operation. Celine fiel ins Koma, bekam ein Tracheostoma und lag anschließend auf der Intensivstation.
In dieser schwierigen Zeit stand ihr Ihr Mann zur Seite und hat ihr bei allem geholfen, wo es erforderlich war. Neuen Halt hat sie auch in der Kunst gefunden. Die Acrylmalerei fasziniert sie und spendet ihr neue Kraft.
Celines ganze Geschichte finden Sie auf der website der Selbsthilfegruppe Stoma-Welt.
Leben mit Stoma – Wie erkenne ich einen guten Versorger?
Ein Stoma bringt Herausforderungen mit sich, aber mit dem richtigen Versorger an deiner Seite kannst du dein Leben stressfrei und unabhängig gestalten. Unsere PubliCare Stomaberater:innen haben immer ein offenes Ohr für deine Fragen und sind für dich da, wenn du dich unsicher fühlst. Wir möchten, dass du jederzeit gut versorgt bist. Daher profitierst du bei uns von umfangreichen Leistungen.Unsere Leistungen für dich
Lebensweise anpassen und Lebensqualität zurückgewinnen
Bereits vor der Anlage eines Stomas, spätestens aber nach dem Eingriff stellen Sie sich mit Sicherheit einige Fragen rund um Ihr Stoma und Ihren Alltag. Was ziehe ich an? Darf ich baden? Wie wirkt das Stoma auf andere? Und wie sieht es mit Arbeiten aus?
Als Allererstes möchten wir Ihnen Mut zusprechen: Das Leben mit einem Stoma ist am Anfang selbstverständlich eine Umstellung, doch wir unterstützen Sie dabei, sich an Ihre neue Lebenssituation zu gewöhnen und Lebensqualität soweit es geht zurückzugewinnen. Sprechen Sie also bei allen Fragen, Unsicherheiten oder Wünschen vertrauensvoll unsere Mitarbeiter in der Zentrale an oder Ihren persönlichen, festen Ansprechpartner, der Ihnen auch zu Hause unterstützend zur Seite steht.
Ein Stoma bringt Herausforderungen mit sich, aber mit den richtigen Tipps können Sie Ihr Leben stressfrei und komfortabel gestalten. Vielleicht liegen Ihnen einige Fragen auf der Seele wie "Was ziehe ich an?", "Welche Kleidung verdeckt mein Stoma" oder "Bin ich bei der Arbeit eingeschränkt?". Diese beantworten wir Ihnen gerne und geben Ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit Ihrem Stoma. Damit Sie sich wohlfühlen und Ihren Alltag selbstbestimmt meistern könnnen.
Unsere Leistungen für Sie in der Stomaversorgung
Persönliche Beratung
- Hausbesuche durch Ihren Ansprechpartner
- Individuelle Auswahl von Hilfsmitteln
- Schulung und Anleitung zur Anwendung der Hilfsmittel
- Schulung der Angehörigen und des Pflegepersonals
Zuverlässige Produktversorgung
- Vielfältiges Angebot an hochwertigen Produkten
- Herstellerunabhängige Beratung
- Schnelle, diskrete und kostenfreie Lieferung
Große Umstellung, so einfach wie möglich gemacht
Ihr Stoma begleitet Sie nun Tag für Tag, vielleicht sogar Ihr Leben lang. Andere Menschen – bis auf Ihren Partner oder Arzt – werden diese Veränderung wahrscheinlich nicht bemerken, doch Sie müssen sich nun an einigen Stellen neu organisieren und teilweise sicher auch Ihre Lebensweise anpassen. Als Ihr Partner rund um die Versorgung Ihres Stomas stehen wir Ihnen dabei zur Seite und geben Ihnen hilfreiche Informationen an die Hand, die Sie nun benötigen.
Stomapflege
Die Pflege Ihres Stomas, der tägliche Umgang damit und der Versorgungswechsel haben nun einen hohen Stellenwert. Sauberkeit, gute Planung und medizinisch notwendige, hochwertige Produkte, die wir gemeinsam für Sie ausgesucht haben, machen Ihnen die Stomaversorgung leichter. Lesen Sie hier mehr dazu, was Sie beim Versorgungswechsel beachten müssen.
Mehr zur Stomapflege
Genussvoll leben
Als Stomaträger haben Sie mit Sicherheit schon vor dem Eingriff auf eine ausgewogene Ernährung geachtet, um Ihr Verdauungssystem zu entlasten. Das sollten Sie auch weiterhin tun. Dennoch lautet die Devise: Abgesehen von ein paar Einschränkungen dürfen Sie essen, was Ihnen guttut oder nicht schlecht bekommt – jeder Patient reagiert anders, weshalb eine generelle Aussage nicht möglich ist. Worauf Sie nach der OP auf jeden Fall verzichten sollten, sind faserige Lebensmittel wie Spargel oder Mango. „Schwere“ Nahrungsmittel wie Eier, Pilze, Zwiebeln oder kohlensäurehaltige Getränke beeinflussen außerdem die Ausscheidung. Gerade nach der Operation und zu Beginn des Kostaufbaus nach der Entlassung muss Ihr Darm sich der neuen Situation anpassen.
Mehr zum genussvollen Leben
Kleiderwahl
„Was ziehe ich bloß an?“ Diese Frage können Sie sich in Bezug auf Ihr Stoma stellen, müssen Sie aber nicht. Sie können sich nämlich eigentlich genauso anziehen wie vorher, Hauptsache Ihre Kleidung sitzt nicht zu eng und drückt nicht auf Ihren Stomabeutel. Ein paar Tipps und Hinweise zum Thema Kleidung und Stoma haben wir hier für Sie zusammengestellt:
Tipps und Hinweise zur Kleiderwahl
Zurück zum Job
Als Stomaträger können Sie – je nach Ihrem bisherigen Job und der Krankheit, die zum Stoma geführt hat – meistens zurück zu Ihrer alten Arbeitsstelle. Ihre Kollegen werden meist gar nicht mitbekommen, dass Sie ein Stoma haben, so dass es Ihnen freisteht, davon zu erzählen. Was es beim Thema Rückkehr in den Job zu beachten gilt und welche Unterstützung Ihnen zusteht, lesen Sie hier:
Mehr zur Rückkehr zum Job
Sportlich unterwegs
Bewegung ist gut für den Körper, auch für Sie als Stomaträger. Sie fördert die Verdauung und tut einfach gut, ob beim Fahrradfahren, Schwimmen oder Spazierengehen. Nur auf Sportarten, die die Bauchmuskeln sehr beanspruchen oder das Stemmen hoher Gewichte erfordern, sollten Sie verzichten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Sportart Sie noch ausüben können, konsultieren Sie Ihren behandelnden Arzt. Mehr zum Thema Sport und Freizeit haben wir hier für Sie zusammengefasst:
Mehr zu Sport & Freizeit
Immer auf Reisen
Wenn Sie gerne die Welt entdecken, dann behalten Sie die Neugier unbedingt bei und fliegen oder fahren Sie los! Mit einem Stoma ist das Reisen kein Problem – es erfordert lediglich ein wenig Voraussicht und etwas mehr Gepäck. Außerdem sollten Sie immer Ihren Stomapass bei sich tragen. Wie Sie Ihre Reisen am besten planen und was an Ihrem Urlaubsort zu beachten ist, erfahren Sie hier:
Tipps für Ihre Reise
Partnerschaft & Schwangerschaft
Ihr Stoma ist kein Grund, auf Intimität mit Ihrem Partner zu verzichten, ganz im Gegenteil: Der nun besonders behutsame Umgang mit Ihnen kann Ihre Beziehung stärken und vertiefen. Als junge Frau können Sie überdies auch Ihre Familienplanung ins Auge fassen, denn eine Schwangerschaft ist auch für Stomaträgerinnen möglich. Lesen Sie hier mehr zum Thema Sexualität und Schwangerschaft:
Mehr zu Partnerschaft
Austausch mit anderen Stomaträgern


Es gibt verschiedene Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene untereinander unterstützen, Rat geben und über ihr Leben mit einem Stoma austauschen.
Das kann ihnen dabei helfen, besser mit Ihrem Stoma umzugehen, sodass sie neuen Mut schöpfen können. Auch für Angehörige von Stomaträgern kann der Austausch mit anderen eine echte Unterstützung sein, um ein besseres Verständnis für ein Leben mit Stoma zu entwickeln.
Die verschiedenen Selbsthilfegruppen bieten Informationsbroschüren, Facebook Gruppen und Live Treffen an verschiedenen Orten in Deutschland an. Zu den Vereinen gehören z.B. die Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. sowie das Beuteltier Netzwerk e.V.
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Joanna Timmermann
Pflegeexpertin für Stoma, Kontinenz, Wunde, Wundexpertin ICW®
Fachliche Leitung Stomaversorgung
Stoma Fragen & Antworten
Rund um Ihr neues Leben mit dem Stoma gibt es einige Aspekte zu berücksichtigen. Im Folgenden finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Sprechen Sie Ihren persönlichen Mitarbeiter von PubliCare jederzeit an, falls Sie noch weitere Fragen haben oder Tipps und Unterstützung benötigen. Er steht Ihnen auf diesem neuen Weg immer zur Seite.
Alltag mit dem Stoma
Tipps für Stomaträger
Neuanpassung Ihrer Versorgung
In den ersten sechs bis acht Wochen nach der Operation können sich die Gegebenheiten am Stoma verändern (z.B. Größe, Form und Ausscheidung). Bitte beachten Sie, dass eine Neuanpassung Ihrer Versorgung einmal pro Woche erfolgen sollte. Eine Schablone zum Ausmessen des Stomas erhalten Sie zusammen mit den Hilfsmitteln.
Heben Sie nicht zu viel Gewicht
Sonst kann ein Weichteilbruch (Hernie) oder ein Darmvorfall (Prolaps) entstehen.wechseln Sie die Versorgung regelmäßig
Die Basisplatte des zweiteiligen Systems alle zwei bis vier Tage, den Beutel bei einem zweiteiligen System sowie das einteilige System täglich.
Achtsam sein
Wechseln Sie die Versorgung immer sofort, wenn Sie merken, dass Stuhl oder Urin unter die Hautschutzplatte wandert (z.B. bei Juckreiz, Brennen, Schmerzen).Nehmen Sie sich Zeit
Um Überraschungen zu vermeiden, wechseln Sie die Versorgung immer in Ruhe.
Vorratshaltung
Haben Sie immer einen kleinen Vorrat an Materialien zu Hause (für ein bis zwei Wochen)
Nehmen Sie immer eine Versorgung mit, wenn Sie das Haus verlassen. Besonders dann, wenn Sie zu einer Untersuchung zum Arzt oder in die Klinik gehen.
Reisen
Auf Reisen sollten Sie einen Teil Ihrer Versorgung im Handgepäck mitnehmen.
Hautpflege
Verwenden Sie nie fetthaltige Cremes oder Öle zur Stomapflege. Durch das Fett haftet die Versorgung nicht mehr auf der Haut.
Genau beobachten
Betrachten Sie Ihr Stoma und die umgebende Haut bei jedem Versorgungswechsel. Wenn Sie Veränderungen feststellen (Vorwölbung der Bauchhaut oder der Schleimhaut, Hautentzündungen), beraten Sie sich mit Ihrem persönlichen Ansprechpartner von PubliCare. Bei Bedarf wird er das Stoma begutachten.
Regelmäßige Check-ups
Lassen Sie das Stoma mindestens einmal im Jahr durch Ihren persönlichen Ansprechpartner von PubliCare kontrollieren!